In Folge #4 geht es um ein Störungsbild, das bislang wenig bekannt ist, jedoch offenbar häufiger vorkommt als bislang vermutet wurde: visuelle Wahrnehmungsstörung bzw. Cerebral Visual Impairment (CVI) im Kindesalter.
Kinder mit dieser Form von Sehstörung klagen in der Regel nicht über Sehprobleme, obwohl sie mitunter stark sehbehindert sein können. Es kann durchaus vorkommen, dass Kinder mit CVI ihr eigenes Sehvermögen als „normal“ einschätzen, da sie nicht wissen, was unbeeinträchtigtes Sehen überhaupt ist.
Bei vielen Kindern wird CVI daher erst in einem Alter von 4 bis 8 Jahren diagnostiziert, da sie dann in Kindergarten und Schule vor visuell zu verarbeitende Aufgaben gestellt werden, die sie nicht bewältigen können. Die Kinder klagen dann aber dennoch nicht über Schwierigkeiten beim Sehen, sondern werden auffällig, weil sie impulsiv werden, sich zurückziehen, frustriert oder sehr erschöpft sind, Vermeidungshandeln zeigen, Probleme in sozialen Interaktionen haben, nicht an bestimmten Aktivitäten teilnehmen (z.B. dynamische Gruppenspiele auf dem Pausenhof) oder Probleme beim Lesen und Schreiben sowie weiteren schulischen Fertigkeiten haben.
Diese Folge bietet einen Einstieg in das Thema CVI und Florian und Martina diskutieren, was dies mit Schulsozialarbeit zu tun hat. Weitere Informationen stellen wir auf der Webseite zu unserem neuen Projekt zur Verfügung: http://www.cvi-kids.ch


